Kräutertee aus dem Hochbeet

Kräutertee – vielleicht gesund, aber nicht unbedingt lecker

 

Die meisten Kräutertees schmecken mir nicht. Da hilft es auch nicht, wenn dem Kraut die tollsten gesundheitsfördernden Eigenschaften nachgesagt werden. Dennoch habe ich in diesem Sommer in unser Hochbeet neben den Küchenkräutern wie Basilikum, Rosmarin, Oregano, Petersilie und Schnittlauch auch Minze, Salbei und Melisse gepflanzt. Sämtliche Kräuter wuchsen und gediehen prächtig. Besonders die blühende Minze war zuletzt ein stark frequentiertes Ziel von Bienen und Schmetterlingen.

 

Frischer Pfefferminztee ist mein favorisierter Kräutertee. Er schmeckt köstlich und sein intensives Aroma ist belebend – das hilft prima durch heiße Sommertage. Salbeitee finde ich geschmacklich so lala, aber als Zutat in der Pastasauce ist Salbei sehr fein. Die Zitronenmelisse ist geschmacklich wiederum sehr angenehm. Wie der Name schon sagt: Sie schmeckt leicht nach Zitrusfrucht. Sie wird daher auch gerne zur Dekoration auf Desserts gegeben.

 

Da sich die Kräuter gut miteinander mischen lassen, verwende ich für einen Tee einfach mehrere Sorten. Die leckeren Sorten gleichen die weniger angenehmen Aromen aus. Jeweils einige Blätter Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei kommen frisch gepflückt in ein Gefäß und werden mit 250 ml kochendem Wasser aufgegossen. Nach etwa 10 Minuten gieße ich den Tee durch ein Sieb.

 

Selbst „angebaut“, geerntet und zubereitet ist so ein Kräutertee gar nicht übel. Und da ich den üppigen Ertrag aus dem Hochbeet über den Sommer hinaus retten möchte, werde ich die Kräuter am Ende der Saison trocknen.

 

Auf das Thema Kräuter kam ich bei der Recherche für mein Buch über Schlafstörungen. Viele Menschen schwören auf eine beruhigende Teezeremonie am Abend. Der Kräutertee hilft ihnen zu entspannen und später leichter einzuschlafen. Obwohl ich Kräuterskeptikerin bin, liste ich daher im Anhang meines Buchs Keine Angst vor Schlafstörungen einige Kräuter auf, die traditionell bei Schlafproblemen empfohlen werden.  

  

Melisse gibt es nicht nur als Tee. Melisse ist auch ein beliebter Zusatz für das abendliche Erholungsbad. Der zitronige Duft soll das Gemüt aufheitern. In jedem Fall ist so ein warmes Bad eine gute Vorbereitung für eine angenehme Nacht, selbst wenn gar kein Zusatz in das Wasser gegeben wird. Nach dem Bad stellt sich die ideale Körpertemperatur ein, mit der das Einschlafen leichter gelingt.

 

Mein Kräuterfazit:

 

Die einzelnen Aromen sind Geschmackssache. Was mir nicht schmeckt, kommt mir nicht in die Teetasse.

 

Die Wirkweisen von Kräutern erleben Anwender subjektiv und die positiven Eigenschaften sind überliefert. Wer nach dem Kräutertee besser schläft, profitiert vermutlich vor allem von der beruhigenden Wirkung einer gemütlichen Teestunde.

 

Beim Entspannungsbad kann das warme Wasser per se und ohne zugesetzte Kräuter für wohltuende Wirkung sorgen. Duftende Kräuter wie Melisse oder Lavendel erfreuen die Nase und verstärken das sinnliche Badeerlebnis. Auch das kann eine angenehmere Nachtruhe fördern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Melisse oder Zitronenmelisse ist eine pflegeleichte Pflanze, die auch im Hochbeet oder in Kübeln gut gedeiht.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0